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Zwischen Wahnsinn und Erwartung – wie viel anders ist normal?

Das Leben ist lustig oder: Guck dir meinen Blog an!

Der Filou ist bei seinem Papa, ich hab ein Bisschen Ruhe und stöbere durch den Blog und freue oder ärgere mich über alte Gefühle, als ich plötzlich allein auf meiner Couch anfing laut zu lachen.

Wer von euch hat im Kopf, warum ich damit anfing?

Ich startete mein Baby als der Filou vier Monate alt war. Ein Bisschen schreiben, ein Bisschen Anschluss. Die Ausbildung fing an, das Leben hat mich eingeholt.

War am Anfang die Rede vom Neuanfang mit dem Filoupapa, ging es bei dem nächsten Post schon um das Psychiatriepraktikum in der neuen Ausbildung, der Filoupapa war Geschichte und der Superheld an meiner Seite.

Friede, Freude, Eierkuchen? Ich habe “meine große Liebe”, Entspannung und keine Sehnsucht nach Veränderung.

Was ist dann passiert? Ich weiß es nicht. Drei Wochen und die Feiertage. Krawääähm. Filou dauernd krank und ich sehr gestresst, Angst vor der Zukunft und viele Erinnerungen, da war die Ausbildung Geschichte. Mit dem Superheld an meiner Seite durch die Arbeitslosigkeit. Fühlster, Buch schreiben, einen Blog aufsetzen der Borderline erklärt.

Alles langsam angehen lassen.

Die Erkenntnis: Ich bin vielleicht nicht konstant so belastbar wie andere Leute. Mit Geduld und Spucke kann ich damit umgehen. Der Superheld bleibt.

Krawähm. Superheld weg, neuer Job, alles auf Eis. Erst mal gucken.

Drei Wochen hält das. Dann sagt die Leitung, meine Stelle hat sich erledigt und ich denke: Gut so, das hätte ich nicht lang durchgehalten.

Ab morgen wieder Arbeitslos.

“Es läuft gerade”, das sage ich nie wieder! Dann kommt Murphy. Und ich reiße mit dem Hintern ein, was ich mit den Händen aufgebaut habe.

Der Witz an der Sache ist, dass mir selbst dieses auf und ab nicht so bewusst war. Dass ich das unter “typisch Borderline” verbuchen könnte, während ich das hier so lese. Was ja schon ironisch ist, wenn ihr euch die Themen hier mal anseht.

Witzig ist aber auch, dass ich mich nie weniger gefühlt hab wie ein “Borderliner”, weil ich gerade zumeist für mich sehr wertvolle Entscheidungen treffe, die sich gerade blöd anfühlen, auf lange Sicht aber vielleicht dazu führen, dass ich zufriedener bin.

Und das ist, der Diagnose nach zumindest, nicht das, was Menschen mit der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung besonders gut können.

Es ist schwierig im Moment und manch einer mag drauf gucken und kopfschüttelnd denken “Ach Kaddi”, aber ich denke, ich mach meinen Weg. Ich denk mir was dabei, ich fühle was dabei. Noch hab ich Leben übrig!

Mit Liebe

Kaddi

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Thema von Anders Norén