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Zwischen Wahnsinn und Erwartung – wie viel anders ist normal?

Hilfe, es eskaliert!

Weiter geht es mit Ausstiegsstrategien aus der Wut!

Auf vielen Seiten zum Thema DBT (Dialectic behaviour therapy) findet ihr Listen zum Thema skillen und Anspannungslevel senken.

Ich musste die Erfahrung machen, dass diese Listen gar nichts nutzen, sobald ein (oder mehrere) Kinder anwesend sind. Zeitgleich sind Kinder aber wahrlich keine Entlastung. Oft genug führen sie eher zu der erhöhten Anspannung.

Deshalb findet ihr hier eine Liste mit Aktivitäten und Methoden die ihr mit oder im Beisein der (kleinen) Kinder anwenden könnt.

Es geht hier weniger um alltägliche “Trotzanfälle” als viel mehr um echte, wiederkehrende Regulationsschwierigkeiten gerade auf Elternseite, die bewusst unterbrochen werden wollen und sollen.

Der Kniff dabei ist, dass du dich hier wieder auf das Kind einlassen musst, denn wenn du dich abseits des Kindes beruhigst könnte das Zurückkehren in die Situation erneut für Stress sorgen!

  • Situation verlassen (Zimmertür zu, zwei Minuten durchatmen. Wenn möglich vorher ankündigen “Ich gehe mich kurz beruhigen und komme gleich wieder”)
  • Bewusstes Auseinandersetzen mit der Situation
  • Situation verändern – Position wechseln, Musik anmachen, Fenster öffnen
  • Dem Kind sagen, wie gern man es hat
  • Laut ein Lied singen (Hier sind die bevorzugten Lieder “Was müssen das für Bäume sein” und “ItsyBitsySpider)
  • Kneten
  • Mit Wasserfarben malen
  • Jemanden anrufen, bestenfalls mit Headset
  • Gemeinsam “kochen”, am besten etwas, bei dem das Kind etwas einrühren kann, ohne viel Verletzungsgefahr
  • Rausgehen (auch wenn das manchmal heisst, das Kind gegen seinen Willen anzuziehen, kann das Bewegen an der frischen Luft vor Allem mit Kindern eine enorme Entspannung bringen)
  • Die aktuelle Situation verändern (Irgendwie! Handy weg, Musik aus, Fernseher aus, gemeinsam den Raum wechseln)
  • Kaltes Wasser auf Handgelenke und ins Gesicht (vielleucht will das Kind mitmachen?)
  • Gemeinsam sehr saure Süßigkeiten essen
  • Sich gegenseitig mit Federn, Igelbällen oder Ähnlichem massieren und streicheln
  • Einen Cremetopf auf den Tisch stellen und dem Kind zeigen, wie es sich eincremen kann
  • Das Pfeifenreiniger-Nudelsieb-spiel spielen (Nudelsieb mit kleinen Löchern auf den Kopf stellen und Pfeifenreiniger durch die Löcher fädeln)
  • Puzzlespiele spielen
  • Luftballons aufblasen und platzen oder “pupsen” lassen
  • Gemeinsam tanzen
  • Lieblingsmusik hören
  • Lärm machen und leise sein (Wahrnehmungsspiel)
  • Die Wohnung in einen Parcour verwandeln (Drüberklettern drunterkrabbeln, Decken auf den Boden)
  • Gemeinsam Sport machen (kindgerecht, heißt hier Hampelmänner, Kniebeuge, im Krei laufen, aus Erfahrung: Liegestütze vermeiden, ein überdrehtes Kleinkind dass dir auf den Rücken steigt während du angespannt bist macht keinen Spaß!)
  • An den Händen fassen und im Kreis drehen

Diese Liste wird immer weiter ergänzt.

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Thema von Anders Norén