“Ich bin für dich da” statt “Hör auf zu weinen”

“Hör doch auf zu weinen, Mama ist doch da.” 

Viel zu leicht geht einem das über die Lippen. “Hör auf zu weinen.” Warum eigentlich?
Mir wurde schon sehr früh beigebracht, das weinen hilft, wenn etwas in meinem Auge sitzt. Die Tränen spülen es heraus.

Ich glaube, das klappt auch mit allem anderen. Das Kind ist hingefallen? Frustriert, weil es den Herd nicht anfassen darf? Es möchte noch nicht reingehen – oder nicht rausgehen? Es ist traurig, weil es sich mit einem Freund gestritten hat?

Warum dann mit dem Weinen aufhören? Es hilft doch. Es spült den Schmerz einfach heraus. Ich wünsche mir für meinen Filou, dass er nie verlernt zu weinen.

Wenn jemand ihm sagt “Jungen weinen doch nicht!” Dann breche ich unbequemerweise mit einer Grundsatzdiskussion hervor. Wenn ich merke, dass es mir schlechter geht, dann wünsche ich mir, dass ich weinen kann – weinen ist okay, weinen erfüllt eine Aufgabe, weinen ist wichtig.

Trauer übrigens auch, also überhaupt. Sie weist uns darauf hin, dass wir einen Verlust erlebt haben. Sie erlaubt uns, inne zu halten und uns mit dem zu beschäftigen, was gerade weh tut.

Wenn wir sie zulassen, dann geht sie auch wieder fort – es ist unsinnig, gegen sie zu kämpfen. Meine Fühlster wissen das!

An meiner Wand erinnern sie mich daran, wenn der Filou mal wieder weinen möchte – aber auch dann, wenn es mir selbst nicht so gut geht. Statt “Hör auf zu weinen”, sage ich “Ich bin für dich da” und spende Trost. Nicht nur zu meinem Sohn, sondern auch zu mir selbst.

Na gut – ich sage wohl nicht “Ich bin für dich da”, aber ich erlaube mir, mich zurückzunehmen. Ich erlaube mir, zu weinen und eine Freundin anzurufen oder mich von meinem Superheld in den Arm nehmen zu lassen. Ich mache mir ein trauriges Lied an und greife mir ein Bisschen Schokolade, bis ich weiß, was Trauer mir eigentlich sagen möchte.

Und seit ich das so mache, geht Trauer auch von allein wieder. Sie nimmt die Leere gleich mit und erlaubt Freude und Zuversicht, sich in meinem Herzen breit zu machen.

“Mama und die Fühlster” können übrigens mit etwas Hilfe von euch auch bald zu euch nach Hause kommen!

Ich arbeite im Moment immer noch am Feinschliff. Meine höchstpersönliche Deadline ist im Juni: Dann erst beginnt die richtige Suche nach einem Verlag oder alternativen Wegen der Veröffentlichung.

In der Zwischenzeit möchte ich den Fühlstern aber etwas mehr Leben geben!
Mit Hilfe eines Handarbeitskurses und der Strickbegabung meiner Mutter werde ich ein paar Exemplare höchster Einzigartigkeit herstellen, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch besondere Fähigkeiten mitbringen: Sie helfen, die Gefühle zu regulieren.

Diese Exemplare könnt ihr gewinnen!

Ein Enddatum für diese Verlosung gibt es noch nicht!
An der Verlosung teilnehmen könnt ihr aber schon, wenn ihr hier oder auf den entsprechenden Post bei Facebook und Twitter kommentiert und antwortet.

Ein riesiger Ansporn wäre natürlich, wenn möglichst viele Interessierte davon erfahren!

 

Mit Liebe und ner Menge Motivation im Bauch

Kaddi

2 Gedanken zu „“Ich bin für dich da” statt “Hör auf zu weinen”

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