Ganz normaler Wahnsinn

#Nofilter. Für mehr Realität im echten Leben.

Ohne Einleitung heute.

Jetzt mal im Ernst, wenn es dir so richtig schlecht geht, warum sagst du das eigentlich nicht?

Keine Angst. Ich meine auch mich selbst. In den letzten Tagen werde ich andauernd gefragt wie es mir geht.

“Ist gerade etwas chaotisch, sonst läuft es”, ist die einstudierte Antwort.

Stimmt so aber nicht. Ich gehe unter im Chaos. Ich komm nicht an gegen den Zettelkram und habe Angst vor der Zukunft. Ich bin alleinerziehend und weiß nicht, was das bedeutet.

Mein Sohn kommt durcheinander mit seinen Bezugspersonen und meine innere Helikoptermutter dreht völlig durch, aus Respekt vor möglichen Spätfolgen.

Positive Gedanken kosten im Moment so viel Kraft wie ein zehn Meilen Marathon.

Ich habe viele aufwühlende Gespräche geführt in der letzten Zeut und meine Spüle ist kaputt. Ich bin so richtig pleite und denke nur von Tag und Tag.

Es ist ein Bisschen chaotisch, das heißt, ich habe eine Krise und brauche meine Freunde.

Ich habe ja Glück. Meine Freunde kennen mich und lesen zwischen den Zeilen und wissen, dass ich gerade mit dem Kopf im Sand stecke.

Und ich habe Pech. Denn sie wohnen alle weit weg und können mir nur am Telefon helfen.

Nein, es geht mir nicht gut.

Ich habe meinen Optimismus und meine gute Laune nicht verloren und habe die Kontrolle nicht verloren. Ich schaffe es, weil ich es schaffen muss. Ich trage Verantwortung und habe Riesen Schritte gemacht, ich schaffe verdammt viel.

Aber nein, es geht mir nicht gut.

Ich möchte ganz oft weinen und bin ganz oft wütend und ich habe viel Angst.

Ich habe es unter Kontrolle und ich breche nicht zusammen und ich möchte nicht, dass ihr euch Sorgen macht, aber gut geht es mir nicht.

Ich weiß nur was zu tun ist.

Es macht mich sehr froh, dass ihr alle da seid, dass ihr versucht mich zu sehen und euch mit mir über die kleinen Schritte freut.

Ich bin ein Bisschen beschämt weil ihr diese Zeilen immer nur über diesen Blog lest, weil ich irgendwie nicht so gern darüber spreche, aber ich weiß ja auch, dass es einfach so ein modernes Ding ist, keine Schwächen zu haben und ihr auch nicht sooft zugebt, wenn es euch nicht gut geht.

Am Ende aber sollte die Frage “Wie geht es dir” doch wirklich nur gestellt werden, wenn echtes Interesse dahintersteht. Wir sind ja keine Briten. #OderistdaseinKlischee?

Ich bin davon überzeugt das Kommunikation besser funktioniert, wenn wir ehrlich sind.

Wow, das ist weise. Oder halt selbstverständlich.

#FürmehrRealitätinderRealität

Seid mal mutig. Seid auch mal schwach. Mir geht es nicht gut.

Wie geht es dir?

Mit Liebe

Kaddi

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