Allgemein,  Grenzgänger,  Vom Anderssein

Reflektiere ich mich noch, oder werde ich schon verrückt?

Es gibt ja so Leute, die bei jedem neuen Leberfleck zum Arzt rennen. Könnte ja Hautkrebs sein.

Manche sehen auch denselben Leberfleck (Leberwurst, wie der Filou sagen würde) jeden Tag beim Rasieren oder Zähne putzen, fangen aber erst beim tausendsten Mal an, sich zu fragen ob der gesund ist.

Typ A und Typ B könnten Krebs haben oder gesund sein.

Die Gedanken, die sie sich vorm Spiegel darüber machen (oder nicht) ändern erst mal nichts an der Diagnose.

Wie ist das aber bei Psychischem?

Hier geht es erst Mal um Gedanken. Gedanken, Bewusstes, Unbewusstes, Verhalten.

Wenn ich das wieder und wieder in Frage stelle, wie gesund kann das am Ende sein? Kann es sein, dass ich mich kaputt reflektiere, verrückt mache?

Das ist für die meisten wahrscheinlich nix Neues. Ein “Du denkst zu viel” kommt jedem schnell über die Lippen. Was ich mich frage ist, wie man dagegen nun eigentlich konkret vorgeht.

Ein Verhaltenstherapeut hat zum Beispiel viele schöne Ansätze, um diese Gedankenkreise erst kurz- uns dann langfristig zu unterbrechen.

Trifft sich gut, dass der Mangel an Therapie Plätzen so groß ist, dass ich so Einen gerade nicht finde.

Meine Situation ist akut etwas verfahren. Ich hänge fest in einer Schleife von Ansprüchen an mich selbst, kleine Hochs und Tiefs aufgrund meiner Wohn- und Arbeitssituation, als Kirsche die Ansprüche an mich als Mutter obendrauf.

Ich beobachte mich selbst halb belustigt und halb verzweifelt dabei mal motiviert und zuversichtlich und dann wieder perspektivlos und ängstlich darüber nachzudenken, welche Wege mir offen bleiben, ohne einen von ihnen zu gehen.

Ich versuche herauszureflektieren, was ich gerade eigentlich will

Und genau dieses zerdenken frisst so viel Energie, dass für die “echten” Schritte in die richtige Richtung kein Platz mehr bleibt.

Achtsamkeitsübungen, Grübelstopp und die korrekte Benutzung eines Kalenders können Methoden sein, um diesen Kreislauf zu unterbrechen.

Schon tausendmal probiert, immer wieder damit aufgehört, wenn es besser wurde. Oder vom Misserfolg beim ersten Versuch so deprimiert gewesen, dass ich es gar nicht weiter probiert habe.

“Man kann etwas tausend Mal probieren, ohne dass es klappt. Das heißt nicht, dass es beim tausendundersten Mal nicht doch funktioniert.”

“Ist das nicht auch die Definition von Wahnsinn?”

“Darüber, wie verrückt wir sind, müssen wir jetzt ja auch nicht streiten.”

[Zitat Lieblingstherapeut H.Beneke]

Kurzum, ich hab mir was überlegt. Ich möchte an diesem Blog, an dem Bilderbuch und dem Roman, den ich schreibe, festhalten.

Ich möchte aber auch eine gute Muddi sein und ein Leben führen, bei dem die “großen Leute” nicht pausenlos den Kopf schütteln.

Das heißt da ist kein Platz für Endlosschleifen und Depressionen, kein Platz für bodenlose Selbstwertschwankungen und Ängste, die mich daran hindern, alles so zu machen, wie ich mir das wünsche.

Ich verbinde jetzt also auf direktem Wege euch, also den Blog, mit Elementen aus der Verhaltenstherapie, also meiner Gesundheit und das Ganze wird ein strukturell sinnvolles Element in meiner Tagesplanung, also meinem Leben.

Kabähm. Super gut, oder?

Also nochmal im Klartext. Ich arbeite mir heute Verhaltenstherapeutische Elemente raus.

Achtsamkeitsübungen. Sport. Methoden für den Grübelstopp.

Und auf den social media Plattformen und hier lasse ich euch daran täglich teilhaben, sodass ihr sogar mitmachen könnt (so wie ihr denn mögt).

Im Idealfall tauschen wir uns aus. Feuern uns an.

Das ist ein Bisschen wie diese endlosen Fitnesschallenges von denen ich lese, während ich auf meiner Couch sitze und Burger esse.

Nur eben für die Seele. Seelenfitness.

Selbstsabotage durch wiederkehrende Gedanken? Angst vor der Zukunft? Die ganze Zeit müde?

Come on, wir machen was dagegen.

Unter dem Hashtag #Seelengymnastik gibt’s ab morgen drei Mal täglich Übungen gegen den Wahnsinn.

Ihr könnt entweder mitmachen oder Burger essen und mich anfeuern.

Ich freu mich, wenn ihr mitmacht!

Mit Liebe

Kaddi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.