Mitmachchallenge! #3MinutenAchtsamkeit #Seelengymnastik

Guten Morgen!

Diese erste Übung ist eine Achtsamkeitsübung. Eine von Vielen die noch folgen!

Der Sinn von Achtsamkeitsübungen ist es, konzentriert nur eine Sache zu tun. Es ist der erste Schritt von Vielen bis zur Meditation aber auch eine Übung zur Beobachtung der eigenen Gedanken.

Machst du Übungen dieser Art immer wieder, fällt es dir leichter, deine eigenen Gedanken zu beobachten und später aktiv mit ihnen zu arbeiten.

Aufgeschrieben habe ich sie gestern Abend, mit dem festen Plan sie heute dann auszuprobieren. Ihr könnt die Übung durchlesen und umsetzen, ihr könnt aber auch erst darunter lesen wie es für mich war, sie zu versuchen. Falls ihr sie für euch mitmacht, würde ich mich darüber freuen zu hören, wie es für euch war!


Wir starten easy: Wie hast du geschlafen? Was hast du geträumt?

Versuche dich drei Minuten lang zurückzulehnen ohne irgendetwas Anderes zu tun.

Leg das Handy beiseite, höre Niemandem zu, rauche nicht, trinke nichts, sondern lehne dich zurück und erinnere dich.

War es zu warm? Hattest du das Fenster geöffnet? Wurdest du durch eine ankommende Nachricht gestört, bist du nachts wachgeworden?

Lagst du lang wach oder bist du schnell eingeschlafen?

Wolltest du dich lieber nochmal umdrehen heute Morgen, gab es etwas, worauf du dich gefreut hast?

Lenke deine Gedanken drei Minuten lang immer wieder zurück auf dich und dein Befinden, als du aufgestanden bist.

Wenn es dir schwer fällt, die Gedanken sich verirren und schnell wegdriften, lenke sie vorsichtig zurück, ohne dir den “Ausrutscher” übel zu nehmen.

Warst du ausgeruht heute morgen, warst du vielleicht “verklebt” und musstest dich aus dem Bett quälen?

Wie fühlst du dich jetzt?

Stell dir vor, du könntest dich bewusst für eine Laune und ein Gefühl entscheiden, dass dich heute begleiten soll. Welches wäre das?

Wenn du einen guten Morgen hattest, erinnere dich an die Motivation und die guten Gedanken aus der frühen Stunde.

War der Morgen schlecht, gib ihm eine neue Chance: Es war anstrengend, aufzustehen und wach zu werden. Aber jetzt gerade fühle ich mich wacher, ausgeschlafener.

Der Tag kann kommen.


So weit die Theorie.

Ich habe motiviert begonnen, alles liegen lassen und mich zurückgelehnt.

Der Morgen war anstrengend. Ich hatte Streit mit dem Filou, weil er keine Lust auf Kita hatte, habe Besuch und hohe Ansprüche an mich selbst und bin verabredet. Und außerdem ist die Übung, die ich mir ausgesucht habe, sowieso unsinnig.

Und stopp. Oder, ermahne ich mich selbst, du probierst es halt mal aus.

Kannst ja nebenbei…. Ach nein. ACHTSAMKEIT.

Also stelle ich mir einen Timer auf drei Minuten, lehne mich zurück und versuche mich zu erinnern.

Eingeschlafen bin ich schnell, nicht? Hab mit dem Besuch noch über Perspektive und Träume geredet. Sind wir da eigentlich zu irgendwas gekommen? Hab ich ihm noch geantwortet auf die Wunschvorstellung von Haus?

Also, wie hab ich jetzt geschlafen? Schwieriger als gedacht so, nur darüber nachzudenken. Über nichts anderes.

Traumlos bestimmt. Aber ich muss viel gewühlt haben, heute Morgen war das Zopfgummi raus. Wie schreib ich diese Gedanken nachher eigentlich auf? Gedächtnisprotokoll? Wenn ich mir jetzt Formulierungen überlege, ist ja der Sinn der Aufgabe nicht mehr da.

Sinn der Aufgabe. Sind drei Minuten nicht bald um? Bin ich eigentlich ausgeruht? Wie bin ich aufgewacht?

Ach. “Nis aufstehn! Gute Nacht, Mama!” Knutschen, Kitzeln, Lachen. Das war ja doch ganz schön.

Warum haben wir später so gestritten? Ach so. Das Kind wollte nicht aufstehen.

Es ist ein Fluch, dass er am Wochenende nie so kuschelig liegen bleiben will. Immer nur an Kitatagen.

Das nächste Mal bleibe ich einfach liegen und melde ihn in der Kita ab.

Hab ja eh nix zu tun. Sollte mir einen Job suchen.

Stopp. Wie ging es mir heute Morgen?

Der Wecker vom Besuch war laut. Das hat genervt. Aber kaum dass ich ihn angeblökt habe, er solle ihn ausstellen, bin ich wieder eingeschlafen. Ich war wohl noch ganz schön müde.

Wir sind dann auch ziemlich spät erst aufgestanden. Und der Filou hatte gar keine Lust.

Mein Wecker klingelt. Schon? Das waren drei Minuten? Ich hatte gerade angefangen, mich auf die Übung einzulassen.

Im Großen und Ganzen kein soo schlechter Morgen.

Welches Gefühl begleitet mich? Hektik, eigentlich. Das Gefühl, immer etwas zu tun zu haben. Ein Bisschen Fremdbestimmtheit.

Welches Gefühl würde ich mir aussuchen?

Das Gegenteil. Ich würde heute gern entspannt das tun, wonach mir ist, ohne Angst, jemanden zu enttäuschen.

Und ich habe Glück! Ich kann das heute versuchen. Nicht ganz ohne jemanden zu enttäuschen, aber ich kann heute versuchen, mir selbst am Wichtigsten zu sein.

Selbstbestimmtheit.

#Seelengymnastik #3Minutenselbstachtsamkeit

Und ihr? Könnt ihr euch drauf einlassen? Versucht ihr es?

Braucht ihr mehr Infos, um zu verstehen wofür das gut ist, bessere Einweisungen?

Ich bin in diesen Sachen einfach schon ein “alter Hase”, also lebe ich von Feedback 🙂

Erzählt es mir!

Mit Liebe

Kaddi

PS: Es gilt hier und bei jeder anderen Übung: #vielleichtbeim1001mal

Wenn es dir nichts bringt, versuch es später nochmal. Oder mit einer anderen Übung. Sei nicht frustriert und tue es nicht als Schwachsinn ab – es klingt sehr simpel, kann aber wirklich Nervenzehrend sein, bis es zum ersten Mal klappt.

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