Meine Projekte,  Rund um's Buch

Voller Stolz präsentiere ich: Fühlster Nummer 3!

Ja, tatsächlich, ich könnte vor Stolz platzen. Denn ich arbeite gerade seit mehreren Wochen kontinuierlich an den Dingen, die ich wirklich will.
Mit fünf Jahren habe ich mir von ganzem Herzen gewünscht, einmal Autorin zu werden. Vielleicht bin ich deshalb so ein Fan von Antoine de Saint Exupéry, der dem kleinen Prinzen von seinen missglückten Malversuchen erzählt und den Reaktionen der großen Leute, weil mir damals ausgeredet wurde, diesem Ziel zu viel Zeit und Energie zu widmen. “Das ist ja kein richtiger Beruf. Und was willst du wirklich werden?”

Jahrelang habe ich also versucht, etwas wirklich zu werden und mich gewundert, warum nichts so richtig klappt, wieso ich so schnell die Nase voll davon habe, das zu tun, was doch so richtig aussieht.

Und inzwischen halte ich mein erstes eigenes Buch in der Hand – natürlich noch nicht gedruckt, sondern nur gemalt. Es ist auch kein Weltverändernder Roman: Es ist nur ein Bilderbuch.

Eins, das mein Filou jetzt schon liebt, obwohl nicht mal alle Bilder fertig coloriert sind. Ein Buch, dass verrückte Gefühle so erklärt, dass mein Zweijähriger sie versteht. Eins, von dem ich hoffe, dass er dem entgegenwirkt, was Eltern mit psychischer Erkrankung die größte Angst macht: Die eigenen Schwierigkeiten auf das Kind zu übertragen.

Meine Fühlster erklären dem Kind, dass es immer geliebt wird. Sie erklären kurz und knapp, warum Mama so ist, wie sie ist. Abwesend, wütend oder ungeduldig. In so winzige Häppchen verpackt, dass sogar mein Filou es versteht und behält.

Wisst ihr, was passiert, wenn ich einen Wutanfall bekomme, den der Filou mitbekommt? Er rennt zu der Wand, an der meine Fühlster hängen, zeigt darauf und ruft “Wuuuuut!”

Ich arbeite gerade an fünf Projekten gleichzeitig. Für keines davon bekomme ich Geld. Aber es erfüllt mein Herz mit Freude und mich mit Stolz. Mein Tatendrang ist unerschöpflich. Ich lerne nähen, ich schreibe in jeder freien Minute, ich arbeite an meinen Social-Media-Skills und versuche, meine Träume zu leben – irgendwie.

Natürlich weiß ich nicht, ob ich irgendwann von dem leben kann, was ich schreibe. Ob irgendein Verlag mein Buch haben will. Ob andere davon so überzeugt sind wie ich – ob dieser Blog jemals mehr Personen erreicht, als die fünf Leser, die er schon hat. (Vermutlich einschließlich meiner Eltern!) 😉

Aber ich bin stolz darauf, dass ich es versuche. Das genau das hier mein Weg aus einer Depression ist: Tun, was mich mit Freude erfüllt.

Wenn ich also sage “Ich präsentiere voller Stolz”, dann ist das kein dummes Wortspiel. Dann sind es Buchstaben die in dieser Reihenfolge aus meinem Herzen auf eure Bildschirme stolpern.

An die Hand voll Leute, die meine Beiträge lesen, habe ich eine Bitte:
Vielleicht könnt ihr selbst mal nachfühlen, was euch eigentlich so richtig stolz macht?
Ich glaube, die meisten von uns sind viel zu selten mal so richtig stolz auf sich, klopfen sich auf die eigene Schulter und sagen laut “Das hab ich gut gemacht!”

Gerade fühlt sich das für mich aber so richtig verdammt gut an. Versucht es mal!
Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir das ja hier drunter schreiben. Oder selber mal einen Beitrag drüber schreiben – Stolz, und was das eigentlich für euch bedeutet.

 

Mit viel Liebe (und voller Stolz)
Kaddi

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