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Zwischen Wahnsinn und Erwartung – wie viel anders ist normal?

Wahrnehmung, in den Koffer mit dir!

Mich haben taktile Reize schon immer gut “zurückgeholt“, in den Moment, in die Situation. Der Filou liebt akustische Signale.

Wir beide mögen es sehr gern, uns gegenseitig zu kitzeln.

Die erste Ladung Skillkoffer Füllung setzt sich also zusammen aus:

  • Knete in kleinen Portionen: Wenn ich und der Filou gemeinsam kneten, vergehen manchmal Stunden ohne Geschrei. Hierbei ist nur wieder wichtig, die Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben. Die Knete darf sich vermischen. Es ist nicht schlimm, wenn was in die Klamotten geht. Es geht ums fühlen, ums im Hier und Jetzt sein, um das sich aufeinander einlassen.
  • Federn: Schon als der Filou ein Baby war ließ er sich gern mit Federn streicheln, das ist wohl das Einzige, was aus dem PeKip- Kurs bei mir hängen geblieben ist. Inzwischen streichelt er aber auch gern zurück und spricht mir mir über die Farben, über das Kitzeln und an welchen Stellen es sich besonders gut anfühlt. Achtung – mit Federn kann an auch pieksen. Vielleicht reicht so ein Pieks ja auch in schlimmeren Abwesenheitszuständen zum Zurückholen?
  • Einem Xylophon, mit dem der Filou Krach machen darf: Dieses Xylophon kennt der Filou noch nicht, ich habe es extra nur für den Skillkoffer besorgt. Mal sehen, wie gut es klappt, dass es etwas Besonderes bleibt, oder ob es mach seinem ersten Einsatz für immer in seiner Spielzeugkiste verschwindet.

Falls taktile und akustische Signale noch nicht so das Wahre für euch sind, hier noch winzige Alternativideen:

  • Saure Fruchtgummis: Die Zunge kann wunderbar Reize an das Gehirn senden. “Sauer” lässt uns unsere Mundwinkel verziehen und Speichel sammeln, sendet aber, ebenso wie “scharf” ich einen kurzen Alarmreiz an das Gehirn, der häufig gut zum “Zurückholen” geeignet ist.
  • Süße, klebrige Kaubonbons: Die Zähne nicht gut auseinanderbekommen, mit dem Kleinkind über die Farben und die Geschmacksrichtungen reden, herausfinden welcher am Süßesten schmeckt – Süßigkeiten können Kommunikation fördern! Achtung: Ein “ichwillnochmehr”-Streit ist natürlich vorprogrammiert.
  • Lollies zum langsam Lutschen: Helfen mir immer gut – mit der Zunge alle Unebenheiten wahrnehmen, der Versuchung widerstehen, zuzubeißen, den Geschmack aktiv wahrnehmen…

Trotzdem reichen im Umgang mit Kleinkindern natürlich nicht immer ein paar einfache Wahrnehmungsübungen. Meine Zauberkiste ist aber auch noch nicht am Ende:

Zum Anpacken:

  • Blätter zum Zerreißen: In der Wut etwas tun müssen? Vielleicht in die leere Kiste schreien, Papier zerreißen oder bekritzeln.
  • Luftballons: Kann man super aufblasen und durch die Gegend werfen, wütend zum Platzen bringen oder lustig pupsend durch die Luft sausen lassen.
  • Stempel: Manchmal reicht Es, etwas zu tun zu haben. Mit bunten Stempeln Motive auf die Hand, ins Gesicht und auf alle Blätter Stempeln kann einige Situationen schon entschärfen.
  • Seifenblasen: Die erklären sich von selbst, oder? Auf mich haben die eine irrsinnig beruhigende Wirkung.
  • Pfeifenreiniger (nicht auf dem Bild): Die zusammen mit einem Nudelsieb sind tiefenmeditativ für Kleinkinder (und fördern auch noch die Feinmotorik), indem sie in die feinen Löcher des Seins gesteckt werden. Wer kein Lochsieb hat, kann auch ein festes Stück Pappe mit dem Locher zerstanzen.
  • Sticker: Sticker kleben erfordert weniger Aufmerksamkeit als gemeinsames Malen, schafft aber Erfolgserlebnisse und Ablenkung.

Wenn das alles nicht hilft, habe ich noch einen Notfallplan, den ich aber wohl regelmäßig erneuern muss:

  • Unnötiges Kleinspielzeug und Puzzles, die der Filou noch nicht kennt: Hiermit kann der Filou sich vielleicht einfach den Moment lang einfach beschäftigen, den ich dann zum Durchatmen nutzen kann.

Gekostet hat mich diese Füllung nicht ganz 20 Euro und ließ sich wunderbar in einem Krimskramsladen zusammenfinden!

Viel Spaß beim Ausprobieren

mit Liebe und Lächeln

Kaddi

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1 Kommentar

  1. Kristina 7. November 2018

    Super ge- und beschrieben, dass wird definitiv etwas das wir in Angriff nehmen auszuprobieren.

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