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Zwischen Wahnsinn und Erwartung - wie viel anders ist normal?

Scherbenregen

Alle paar Jahre halte ich inne und sehe mir an, was war.

Ich bin zwar dabei, während es passiert, aber alle paar Jahre bricht eine neue Wand und ich stehe im Scherbenregen, in Zeitlupe. Ich höre das Ratschen und Splittern und jeden Tropfen Glas auf meiner Haut. Nicht schneidend, schneidend ist höchstens der bis dahin abgehaltene kalte Wind, der mir dann ins Gesicht peitscht und endlich das Lächeln einfriert und zerbricht, das sonst immer da sitzt, ob ich will oder nicht.

Und dann stehe ich in diesem Scherbenregen und will, dass er nie, nie mehr aufhört: Das alle Wände brechen, krachen, regnen, splittern und alles fällt.

Bevor ich diesen Gedanken denken kann, finden meine Hände neues Glas, dass ich mich nicht zu brechen traue.

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Thema von Anders Norén