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Zwischen Wahnsinn und Erwartung - wie viel anders ist normal?

Wahrheiten dichten

Da war eine Erkenntnis und dann noch eine, kleine Punkte, Fixpunkte, die sich nicht wieder verrücken ließen. Es wurden mehr und mehr, bis sie sich zu einer Wahrheit verdichteten, die ich spüren konnte, aber nicht greifen. Ich kann sie nicht zu einem Ganzen machen und sie zu beschreiben ist, als versuchte ich die Punkte miteinander zu verbinden durch Linien.

Aber die Linien laufen kreuz und quer und haben keine Richtung. Es ist egal, wo ich anfange und wo ich aufhöre, das Bild wird nicht fertiger, weil es nur Fixpunkte sind, keine Bilder. Alles dazwischen ist variabel.

Meine Wahrheiten verdichten sich und ich denke, irgendwann lassen all die Fixpunkte keinen Spielraum mehr dafür, wer ich bin und was die Welt ist. Sie fixieren schließlich auch mich, weil sie nicht verschiebbar sind. Ich müsste in eine ganz andere Richtung sehen um neue Fixpunkte zu finden, die mit den alten nichts zu tun haben; aber die, die ich schon kenne, kann ich nicht unwissend machen, ich kenne sie schon.

Es sind winzige unbedeutende Punkte, meine ich, aber sie sind da und sie sind wahr: Der erste war der Tod und der zweite?

Mir schuldet Niemand was, ich schulde Niemandem was, alles ist willkürlich und es gibt die Schwerkraft.

Ich kann mir Stufen malen und Hänge und Rutschen und Flügel, aber die Punkte bleiben. Sie halten mich und sie halten mich auf und sie geben mir Halt.

Aber sie fixieren meine Wirklichkeit (Deine auch, wenn du sie siehst)

Vielleicht ist das Leben nur das: Verdichtende Wahrheiten und dann sind wir tot.

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Thema von Anders Norén