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Zwischen Wahnsinn und Erwartung – wie viel anders ist normal?

Schuld

Wer ist Schuld?

Ist es eine miese Verräterin, die dir in den Rücken fällt, im nächstbesten Moment? Ein impulsiver Idiot, der handelt bevor er denkt?

Ist Einsamkeit Schuld, isoliert sie von Allem? Ist es Hass?

Schuld.

Vielleicht ist Schuld nicht mehr als ein Konstrukt, um Ordnung reinzubringen, in diese wirre Welt.

Vielleicht ist sie ein Rettungsanker, wann immer uns das Chaos zu überschwemmen scheint.

Die Konstante, auf die ich mich verlassen kann, die Last der Konsequenz auf meinen Schultern.

Schuld.

Vielleicht ein Schild, ein Schild, das mich vor der Wahrheit beschützt, davor, das ich das Leben nicht kontrollieren kann. So lang ich nur selbst Schuld bin, kann ich mich verändern, mich verbessern, damit so etwas nicht nochmal passiert.

Vielleicht ist Schuld also ein Beschützer. Vielleicht brauche ich sie noch.

Vielleicht ist sie auch ohne Bedeutung, ein diffuses Gefühl, Moral, ein Gewissen. Vielleicht muss es sie geben, um uns vor Fehlern zu bewahren.

Vielleicht ist sie alles zusammen oder nichts davon.

Sie kann Wegweiser sein und Lähmung, sie kann.

Aber einer Sache bin ich mir sicher:

Schuld bin nicht ich.

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Thema von Anders Norén